Mit emotionalen Dankesworten, die alle Anwesenden sehr berührten, verabschiedete sich die 24-jährige Lorena Schneider von der Kunstrad-Bühne. Ihr aufrichtiger Dank ging an jene Trainer, die sie in den 18 Jahren begleitet haben, besonders an ihren Papa Reinhard und an die große Hallenradsport-Familie: „Ihr alle habt mein Leben bereichert. Jetzt loszulassen bedeutet für mich nicht, etwas zu verlieren, sondern es bedeutet, dankbar zu erkennen, wie reich diese Zeit war.“ Schöne Worte, die mit „Standing Ovation“ von allen anwesenden Gästen quittiert wurden.
Mit einer launig dargebrachten Präsentation in Wort und Bild hat Obmann Marco Schallert die Höhepunkte von Lorenas Erfolgskarriere nachgezeichnet. Diese begann im Jahr 2007 als 6-Jährige. Damals begleitete sie ihren Vater oft zu Wettkämpfen (er war selbst ein sehr erfolgreicher Radballer) und zum Training. So war es nicht verwunderlich, dass sie auch selbst aufs Rad wollte. Ihre ersten Wettkämpfe bestritt sie 2009.
Trainerin der ersten Stunde war Lotte Schobel (90). Im Lauf der Jahre übernahm Vater Reinhard das Training. Immer begleitet und unterstützt von wichtigen Persönlichkeiten des Kunstradsport wie Bundestrainer Günter Nicolussi oder der zweifachen WM-Goldmedaillengewinnerin Jasmin Bröll und der Kader-Trainerin Claudia Frick. Und nicht zu vergessen der Kunstradfahrer Marcel Schnetzer, der die letzten Jahre das Training von Lorena übernahm. Und dies neben seiner eigenen Karriere als erfolreicher Kunstradfahrer.
Der Hallenradsport verliert mit Lorena eine besondere Persönlichkeit. Sie versprach aber, allen Sportlerinnen und Sportler „immer und überall auf der Welt die Daumen zu drücken“ und so die Verbundenheit zu ihrem geliebten Sport weiterleben zu lassen.
Marco Schallert, selbst ehemaliger Radball-Vizeweltmeister, führte mit Witz und Können auch ein lockeres „Fachgespräch“ mit dem aktuellen Vize-Weltmeister Stefan Feurstein vom RV Dornbirn. Sein Partner Patrick Schnetzer war zum Zeitpunkt der Ehrung leider verhindert.
Als Abschluss der besonders familiären Veranstaltung sprach noch Vizebürgermeister und Sportreferent der Gemeinde Höchst, Robert Blum. Er überbrachte nicht nur die Grüße der Gemeinde, sondern übergab auch Ehrengeschenke an die erfolgreichen Sportler. Für den Vorarlberger Radsportverband bedankte sich Präsident Herby Tessadri bei allen Sportlerinnen und Sportlern, besonders bei Lorena Schneider mit den besten Wünschen für die Zukunft.


